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Hajkbericht von Zelt 12

Das Ziel von Zelt 12 war eine geheimnisvolle Wiese

Wenn wir doch nur am See wären, dann ...




Hike? Ich? Wollte ich denn nicht eigentlich einen unvorstellbar wundersamen Kapf- Tag erleben?
Nachdem seine Äuglein wollüstig zum Wecker schweiften, sah er ein, dass 7.30 Uhr eine gute Zeit ist, um einen Kapf Tag voller Liebe und Frieden zu beginnen.


Nach einer abwegigen Errungenschaft des Packens, stimmte ein langhaariger, blitzlichttragender Kapf-Stammesvater emotional aufmunternde Abschlussgesänge an.


Kaum waren die Stammesmitglieder von dem Stamm >>Die Zwölf aus dem Zwölften<< in ihrer leidenschaftliche Phase, die Welt außerhalb von Kapfhausen zu entdecken, überstolperten wenige von ihnen erhellend verschwommene Erinnerungen an eine Zeit des Kapf Wasserlebens.


Prompt und schrill kamen Fetzen von Buchstaben und Worten geflogen, wie etwa
>> Gehen wir doch zum See. <<, oder etwa >>Lasst uns doch zum See gehen! <<, bis hin zu >> Wir gehen jetzt zum See!!!<<


Die Rebellion weniger Stammesmitglieder gegen ihre Zelthäuptlinge begann. Dies alles führte uns dazu, die Münze entscheiden zu lassen, obwohl dieser unsere volle Verachtung gebührt.
Dennoch ließen wir uns in diesem Zustand der Einmaligkeit von der guten Münzidee nicht abbringen, die uns in Richtung eines größeren Häuserzeltlagers, auch bekannt als "Altensteig", ans andere Ende der Welt schicken wollte.


Das Einheitsgefühl kam wieder ins Rollen und so auch unsere Füße immer mehr, als es den Abstieg in das im Tal gelegene Bergdörfchen zu bestreiten galt.


Im Tal nahe des Goldes und Glückes (also im Nagoldtal), überfiel uns erneut eine Sehnsucht nach so genanntem H2O (oder: größere Anhäufung von Wassermolekülen). Der Instinkt und das Verlangen nach See und Fischbewegungen ließen nicht von uns ab, und bewogen uns weiter abwärts, der >> Nahe des Goldes und Glückes<< entlang.


Als unser See Instinkt uns in einer tristen Kläranlage zur Verwirrung hin täuschte und uns fiese Verbotsschilder an einem idyllischen Floßstaudamm überrannten, trat ein Zustand der Einsicht und des Verständnisses ein.


Loblieder für den Herrn der Welt erschallten und brachten es fertig, unsere Beine zu einer geheimnisvollen grünlich riechenden, zwischen Fluss und Baumgarten liegenden, Wiese weiter zu tragen.
Auf dieser einsamen Insel angekommen, machten sich sehr schnell Gedanken der Besiedlung und des Bebauens breit.


Die Nacht brach überraschend plötzlich über uns herein und bewog uns nach einem authentisch herzlichen Dankgebet zur wohlverdienten und erwarteten Ruhe.


Nach einem gesunden Schlaf, weckte uns die Sonne mit einem liebevollem Kuss auf die Wange. Die Rückkehr war ein großartig gigantisches Erlebnis von einer Revolution voller Frieden und Liebe zwischen Mensch und Schöpfung.


Der See-Wunsch verblasste und zurück bleibt unserem pfiffigen Zelt Zwölf ein unvergesslicher, erlebnisreicher Hike 2003!

Geschrieben von Friedemann Sommer aus dem Zelt 12

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