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Hike-Berichte

Hikebericht von Zelt 1

Das Ziel von Zelt 1 war der Grillplatz bei Mindersbach (Karte)

Das Zelt 1 wanderte um ca. 15.20 Uhr vom Kapfgelände los. Unser Ziel war ein Grillplatz bei Mindersbach. Es erwies sich später, dass dieser nicht mehr als Grillplatz zugelassen war, aber das wussten wir nicht. Unsere Reise war sehr abwechslungsreich. Die erste kurze Pause wurde schon nach 30 Minuten gemacht. Dann liefen wir – zunächst auf breiter Straße – durch den Wald in Richtung Nagold. Unsere Truppe wurde bald in zwei Hälften unfreiwillig geteilt, da nicht alle mit gleicher Geschwindigkeit und Motivation liefen.

Unsere zweite Pause machten wir in Rohrdorf. Dort spendierte unser Mitarbeiter David uns allen ein Eis. Von dort liefen wir steil bergan in Richtung des Waldes. Am Ortsende von Rohrdorf erklärte uns ein Mann , wie wir zur Grillstelle gelangen würden. Also wanderten wir wieder los, aber es wurde schon bald schwierig – nicht nur wegen des schweren Gepäcks und des steilen Weges, sondern auch, weil wir manche Biegungen verpassten.

Nach vielen Irrungen durch hohes Gras und Brennesselpfade, die einige bereits zum Vorschlag veranlassten, hier und sofort das Lager aufzuschlagen, erreichten wir schließlich – mitten aus dem Wald herausstürmend – etwa um 19.10 Uhr den Grillplatz. Dort suchten wir nach Feuerholz. Um 20.00 Uhr konnten wir unsere mitgebrachten Grillwürste grillen. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit kam der zuständige Förster zu uns, weil er das Feuer gesehen hatte. Er sagte uns, dass die Grillstelle wegen Waldbrandgefahr schon einige Zeit gesperrt sei. Darauf wies allerdings nur ein Schild am Ortsausgang von Mindersbach hin, woher wir ja nicht gekommen waren. Freundlicherweise erlaubte uns der Förster, auf dem Platz zu übernachten; auch unser Feuer durften wir noch langsam niederbrennen lassen.

Nachdem wir noch ein paar Lieder gesungen und der Gute-Nacht-Geschichte gelauscht hatten, schliefen wir etwa um 23.00 Uhr ein.

Kurz nach Mitternacht kamen zwei mit Taschenlampen bewaffnete Polizisten zu unserem Lager und wollten wissen, was wir hier machen. Wir Jungscharler bekamen davon nichts mit, nur unser Leiter David war noch wach. Mit der Erklärung, dass wir vom Landesjungscharlager auf dem Kapf kämen und die Übernachtung und das Lagerfeuer mit dem Förster abgesprochen hätten, gaben sie sich zufrieden und zogen mit der Bemerkung „No gange mer wieder, bevor die Jonge no alle uffwache.“ ihrer Wege.

Am nächsten Morgen wachten wir auf und ein paar Jungscharler und ein Mitarbeiter wollten im Dorf Brötchen kaufen. Leider besitzt Mindersbach keinen Bäcker noch sonst einen Laden, was dem Dorf bald Spitznamen wie Hintersmond und Niemandsbach einbrachte. Wir frühstückten dann, was wir dabei hatten, und liefen los. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten hatten wir den schönen Weg durchs Naturschutzgebiet „Mindersbacher Tal“ gefunden, der uns hinab nach Ebhausen führte. Dort genossen wir dann unser zweites Frühstück mit Laugenwecken. Wiederum folgte ein sehr steiler Anstieg auf die Monhardter Höhe bei Walddorf. Durch Walddorf hindurch war der Weg zum Kapf nicht mehr weit.

Unsere Rückreise dauerte etwa 3 Stunden. Unterwegs gab es manche Verzögerungen durch das unterschiedliche Tempo in der Gruppe und manche Umwege. Endlich erreichten wir den Kapf und konnten uns beim leckeren Mittagessen stärken.


Geschrieben von Matthias und Simon Lindörfer, red. und erg. von David Kästle aus dem Zelt 1

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