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Lagerbericht Tag 9

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Bericht vom 9. Tag (06.08.2004)

Zeitplan für den 9. Lagertag
05:45Wecken Mitarbeiter
06:30Morgenlob
07:30Wecken Kids
08:00Morgenwache
08:15Frühstück
08:45Mitarbeiterteam- Besprechung
09:30Sing & Pray
10:15Bibelgeschichte "Die Abreise Jakobs in Richtung Ägypten"
10:30Zelt und Gelände aufräumen
10:30Aufräumen Hobbygruppen
12:15Mittagessen
13:30Mittagsruhe
14:30Mitarbeiter-Kaffee
14:30Tee für die Kids
15:15Freie Angebote / Josef-Film
18:00Abendessen
19:00Bibelgeschichte "Die Übersiedlung Jakobs nach Ägypten"
19:30Danke Abend
21:00Persönliches Leben mit Jesus
21:45Tagesabschluss
22:00Nachtruhe
Als am vorletzten Tag des Lagers die Sonne hinter dem Berg hervorschaute, spürte schon mancher die Anstrengung von acht actionreichen Kapf-Tagen in seinen Knochen. Zur Morgenwache, wie immer pünktlich um 8 Uhr, traf Jakob, der Vater Josefs, (alias Norbert) am Lagerkreuz ein und erzählte von seinem Traum von der Himmelsleiter. Anschließend stürzten sich alle – brav den Waschraum passiert – auf die allmorgendlichen Nutella- und Xälzweckle, zu denen massenweise Kuhsaft, häufig mit Kabapulver versetzt, konsumiert wurde.

Um 9.30 Uhr kamen wir ein letztes Mal vor dem großen Abschlußgottesdienst am Sonntag zum Sing & Pray auf dem Tartanplatz zusammen. Gespielt und gesungen wurden vorzugsweise die Lieder, die sich bei der Umfrage unter den Jungscharlern am Vortag als Lieblingssongs herauskristallisiert hatten, unter anderem „Groß bist du, Herr“, das, wenn ich mich recht entsinne, am meisten Stimmen erhalten hatte. Entsprechend begeistert waren denn auch alle – trotz obligatorischer Müdigkeit –, ihre Lieblingslieder zu singen.

Nach dem Sing & Pray wurden wir dann Zeuge, wie die Brüder Josefs ihren Vater Jakob freudig von der Nachricht in Kenntnis setzten, daß Josef noch am Leben sei und um die Übersiedlung nach Ägypten bitte, wo alle genug zu essen hätten und nicht hungern müßten. Jakob mochte das nach den all den Jahren zunächst nicht recht glauben, doch letztlich siegte auch bei ihm die Hoffnung, seinen Lieblingssohn noch einmal zu sehen. So blies Jakob für seine ganze Großfamilie das Signal zum Aufbruch nach Ägypten.

Mit großem Enthusiasmus starteten nun auch die Zeltgruppen flugs mit dem Aufräumen – zunächst ihrer eigenen Zelte, dann des speziell zugewiesenen Platzes auf dem Kapfgelände. So wurden die Feldbetten vor das Zelt gestellt, die Matratzen ausgeklopft, das Zelt ausgekehrt, der Abfalleimer geleert und die Koffer schon mal etwas für die Abreise präpariert. Alsdann sah man 180 Leute über das Gelände wuseln, um Papierreste, leere Flaschen und sonstige Abfälle einzusammeln und ordnungsgemäß entsorgen. Zum Mittagessen erstrahlte der Kapf wieder in neuem Glanz. Es blieb sogar noch ein wenig Zeit für den einen oder anderen, angefangene Bastelarbeiten zu vollenden oder bei Kurt im Schuppen formvollendete Holzfiguren zu fabrizieren.

Nach dem wie immer überaus schmackhaften Mittagessen gab der Kiosk ein letztes Mal Eis und Süßigkeiten aus, mit denen man sich über die letzte sich anschließende Mittagspause retten konnte. Alle freuten sich auf die am Nachmittag geplante Wasserrutsche, indessen öffnete noch vor Ende der Mittagspause Petrus seine Pforten, so daß der Plan, ein zweites Mal die Wasserrutsche aufzubauen, leider sprichwörtlich ins Wasser fiel. Gleichzeitig fiel infolge des Gewitters der Strom auf dem Kapf aus. Als nach einer Dreiviertelstunde wieder Elektrizität aus der Leitung floß, war in der Turnhalle schon der Beamer für den Josef-Film aufgebaut. Parallel wurden ein Tischtennis- und ein Tischfußballturnier sowie diverse Brettspiele wie Schach und Mühle angeboten.

Als es sich nach dem Abendessen ausgeregnet hatte, waren wir dankbar, in der Arena das große Lagerfeuer des letzten Abends vorbereiten zu können. Dieser stand im Zeichen des Dankes für alles auf dem Lager Erlebte. Mit dem freudvollen Wiedersehen von Josef und seinem Vater Jakob schloß die Bibelgeschichte an diesem Abend. Die meisten Jungscharler waren freilich ziemlich perplex, als Ruben mit seinem Vater und seinen Brüdern auf dem „Holder“ herangebraust kam – dem Gefährt, das ihnen der Pharao persönlich zur Verfügung gestellt hatte. Eben der wies der Familie auch das fruchtbare Land Goschen zur Besiedlung zu. Schließlich empfing der mächtigste Mann Ägyptens den Segen Jakobs.

Nachdem in der Halle noch der Josefsfilm fertiggeschaut worden war, fiel der Großteil der Teilnehmer müde in ihre Feldbetten; einige immerhin nahmen die Möglichkeit wahr, als 13-jährige die letzte Nacht ihres letzten Kapf-Lagers am Lagerfeuer zu verbringen.
Autor: David Kästle aus Zelt 1
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