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Potifars Frau

Aber die Frau Potifars hatte anderes mit Josef vor. 'Komm!', flüsterte sie Josef zu. 'Sei mein Geliebter!' 'Nein!', rief Josef erschrocken. 'Das kann ich Potifar nicht antun. Und Gott will es auch nicht. Sieh, dein Mann hat mir alles im Haus übergeben. Aber du gehörst nur ihm allein.'
Doch die Frau ließ Josef keine Ruhe. Immer wieder versuchte sie, ihn zu verführen.
Eines Tages waren die bei den allein zu Hause. Da hielt die Frau Josef am Gewand fest und redete auf ihn ein: 'Tu, was ich dir sage! Leg dich zu mir!' Aber Josef riss sich von ihr los und rannte ohne Gewand aus dem Haus. Als die Frau das sah, überlegte sie nicht lange.
'Hilfe! Hilfe!', schrie sie so laut, dass es durch das ganze Haus hallte. Sogleich eilten von allen Seiten die Sklaven herbei. 'Was ist los? Was ist los?', fragten sie erschrocken. 'Seht', rief die Frau empört, 'was Josef mir angetan hat! Er wollte sich zu mir legen. Aber ich schrie laut um Hilfe. Da ließ er sein Gewand fallen und rannte davon.' Und sie legte Josefs Gewand neben sich und wartete, bis ihr Mann heimkam. Als aber Potifar hörte, was seine Frau ihm erzählte, wurde er furchtbar zornig. 'Josef hat mich betrogen!', schrie er wütend. 'Weg mit ihm! Ab ins Gefängnis! Ich will ihn nie mehr sehen.' Da packten sie Josef und warfen ihn ins Gefängnis.

Vgl. 1. Mose 39, 7-20a

Quelle überwiegend: Neukirchener Kinder-Bibel v. Irmgard Weth, Kalenderverlag des Erziehungsvereins Neukirchen-Vluyn
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